Aldi-Notebook Medion Akoya E6214 (MD 98330) bundesweit im Anmarsch
2010-04-21 von +Bernd Rubel | 314 | Kategorie: Aldi, Aldi-Nord, Aldi-Schweiz, Aldi-Süd, Hofer, Notebooks, TopnewsDer Lebensmitteldiscounter Aldi wird noch im April 2010 ein neues Notebook anbieten. Das brandneue Medion Akoya E6214 (MD 98330) präsentiert sich als relativ gut ausgestattetes Einsteiger-Notebook zum Standard-Preis, wobei vor allem die fehlende dedizierte Grafikkarte für massgebliche Leistungsbeschränkungen sorgt. Pluspunkte sammelt das Akoya E6214 durch den anscheinend leistungsstarken Akku, die daraus resultierende Laufzeit und den beigelegten USB-Fernsehtuner.
Das Medion Akoya E6214 wird beim Hersteller als “MD 98330″ geführt und arbeitet mit einem Intel Core i3-330M Prozessor, der aufmerksamen Technik-Kunden schon im letzten Media-Markt-Notebook HP G62-120EG oder z.B. im Dell Inspiron 1564 begegnete. Die CPU ist mit 2,13 Gigahertz getaktet und verfügt über drei Megabyte sogenannten “Smart-Cache”. Nach Information des Herstellers könnte der i3-330M abhängig vom RAM-Typ (DDR3 800MHz oder 1066MHz) maximal acht Gigabyte Arbeitsspeicher verwalten. Zum Vergleich: im Februar wurde im Medion Akoya P6622 ein schneller getakteter 350M eingesetzt. Einen sogenannten TurboBoost-Modus zur automatischen Absenkung und Steigerung der Taktfrequenz - wie er z.B. im Core i5 oder Core i7 zum Einsatz kommt – besitzt die i3-Serie allerdings nicht.
Der Hersteller stellt dem Prozessor im Medion Akoya E6214 (MD 98330) immerhin vier Gigabyte Arbeitsspeicher zur Seite, wobei es sich vermutlich um zwei Speicherbausteine mit je 2048 Megabyte handelt. Leider verrät Aldi nicht, ob damit alle Speicherbänke belegt sind [Update: beide sind belegt]; auch über die Taktfrequenz ( 800MHz oder 1066MHz) schweigt sich der Discounter aus. Somit bleibt die Frage nach der späteren Aufrüstbarkeit unbeantwortet. Weiteres Manko in diesem Bereich: als vorinstalliertes Betriebssystem begrüsst den Käufer erneut die 32Bit-Variante von Windows 7 Home, die den effektiv nutzbaren Arbeitsspeicher auf nur circa drei Gigabyte beschränkt. Will man den Arbeitsspeicher im Akoya E6214 vollständig nutzen, muss die 64Bit-Version von der beiliegenden Systemrettungs-DVD installiert werden, was üblicherweise mit einigem Zeitaufwand verbunden ist und rudimentäre Computerkenntnisse voraussetzt.

Anzeige: www.medion.com
Der betriebssystemabhängig gedeckelte Arbeitsspeicher macht sich bei grafisch aufwendigen Programmabläufen vor allem deshalb bemerkbar, weil das Medion Akoya E6214 (MD 98330) keine dedizierte Grafikkarte mit eigenem Grafikspeicher besitzt. Der eingebaute “HD Graphics” Chip des Herstellers Intel bedient sich zur Erledigung seiner Aufgaben vollständig beim Arbeitsspeicher. Für die Anzeige von Dokumenten, Bildern oder Videos auf dem circa 40 Zentimeter großen Display reicht das in den meisten Fällen aus, vor allem Spieler oder anspruchsvollere Computerbenutzer sollten von dieser Lösung allerdings Abstand nehmen. Immerhin: das neue Aldi-Notebook kann Bild- und Tonsignale über eine integrierte HDMI-Schnittstelle an moderne Flachbildfernseher oder -monitore übertragen. Ältere Bildschirme profititieren von der immer noch vorhandenen VGA-Buchse.
Die Festplatte im Medion Akoya E6214 verfügt über die nach heutigem Maßstab übliche Speicherkapazität von immerhin 500 Gigabyte. Das reicht für viele Programminstallationen, Downloads, Bilder- oder Musiksammlungen. Als optisches Laufwerk arbeitet der obligatorische DVD-Brenner mit optionalem Double-Layer-Modus. Die Besonderheit: der Brenner sitzt in einem Wechselschacht und kann bei Bedarf herausgenommen werden. In die dann freie Öffnung können entweder eine zweite Festplatte oder aber ein unter www.medion.com erhältliches Subwoofer-Modul eingesetzt werden. Eine solche Funktion bot bereits das o. erwähnte Akoya P6622. Externe Laufwerke können über drei vorhandene USB-Anschlüsse oder via eSATA mit dem Akoya E6214 verbunden werden.
Tadellos präsentiert sich das neue Aldi-Notebook in puncto multimedialer Netzwerkausstattung: neben einer schnellen Netzwerkschnittstelle für LAN bietet das Medion Akoya E6214 (MD 98330) ein WLAN-Modul, das mit den üblichen Standards 802.11 b, g und n arbeitet. Eine Webcam mit eingebautem Mikrofon ermöglicht bei vorhandener schneller Internetverbindung und bei Einsatz der entsprechenden Software Bildtelefonate in hoher Qualität (1,3 Megapixel). Digital-terrestrischer Fernsehempfang ist möglich, wenn man den beiliegenden DVB-T Tuner für die USB-Schnittstelle nutzt und sich in einem entsprechend ausgebauten Übertragungsgebiet befindet.
Der Li-Ionen Akku ist mit acht Zellen recht großzügig bemessen und sollte ziemlich lange durchhalten; leider machen weder Aldi noch der Hersteller detaillierte Angaben zur avisierten Laufzeit [Update: zwei bis vier Stunden sollen möglich sein]. Portabel ist das Medion Akoya E6214 (MD 98330) nicht zuletzt durch sein Gewicht, das knapp unter drei Kilogramm bleibt – ein üblicher Wert in dieser Notebook-Kategorie. Inklusive 36 Monaten Garantie soll das MD98330 je 559 Euro kosten. Nach den bisher vorliegenden Infos soll es sich ab dem 26. April 2010 bundesweit (Aldi-Nord und Aldi-Süd) einfinden [bestätigt]. Auch in der Schweiz, in Österreich (Hofer) und in Dänemark wird es mehr oder weniger zeitgleich angeboten.
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